Nachhaltigkeit bei der Körperpflege-Routine –  meine Erfahrungen und wie ich versuche Plastik zu vermeiden

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Schon eine ganze Weile versuche ich meine Routine im Bad zu überdenken. Es begann im Grunde damit, dass ich darauf achtetet nur noch vegane Naturkosmetik zu verwenden, sei es als Duschgel, Shampoo oder auch Cremes oder Schminkzubehör. Es fühlte sich schon zu diesem Zeitpunkt sehr befreiend an nicht mehr dem ganzen Sortiment eines Drogeriemarktes ausgeliefert zu sein. Zudem hatte ich besser Kontrolle darüber welche Inhaltsstoffe in meinen verwendeten Kosmetika enthalten sind und dass Tierversuche ausgeschlossen sind. Ich kaufte für mich und die Kinder und zum Teil auch für meinen Mann nur noch das, was ich nach besten Wissen und Gewissen für vertretbar hielt.

Ich habe mir außerdem aus Stoffresten einen Satz an Abschminkpads genäht, welche sich auch schnell in die tägliche Routine eingliederten. Für den Notfall hatte ich dann Bio-Baumwoll-Pads aus der Drogerie im Schrank.

Aber wie so oft ist da ja noch ganz viel Luft nach oben und so war und ist es auch immer noch bei mir. Ich begann meinen Konsum weiter zu hinterfragen und es kam der Wunsch hinzu im Alltag immer mehr auf Plastik bzw. Wegwerfprodukte zu verzichten. Ich muss sagen vor allem bei meiner Körperpflege-Routine kann ich dieses Vorhaben am besten umsetzen, in allen anderen Bereichen des Lebens haben wir als Familie noch viel vor uns.

Überblick über die Pflegeprodukte und sonstigen Utensilien, die ich ihm Bad verwendet.

Mit diesem Beitrag starte ich eine kleine Serie an Beiträge in denen ich euch verschiedene Aspekte näherbringen möchte, indem ich meine Erfahrungen mit euch teile. Zu Beginn werde ich euch berichten, wie sich meine Haarwaschroutine mit der Zeit geändert hat.

 

  1. Das Haarewaschen

Ich gehöre zu den Leuten, die lange Haare immer zuerst mit einem flüssigen Shampoo und anschließend mit Spülung oder einer Kur gewaschen haben. Ich war der festen Überzeugung nur so kann ich meine Haare richtig pflegen und sie im Anschluss problemlos kämmen. Außerdem musste ich meine Haare auch mindestens alle zwei Tage waschen, denn sie fetteten schnell nach. Durch verschieden Inspirationsquellen bin ich auf auf die „No poo“-Bewegung aufmerksam geworden und war ziemlich fasziniert von deren Herangehensweise. Grob zusammengefasst kann man dazu sagen, dass man am besten komplett auf Shampoo verzichtet und wenn dann nur mit Haarseifen oder einem selbst herstellten Shampoo auf Basis von Roggenmehl die Haare wäscht. Das schnelle Fetten der Haare ist auf Gewöhnung an die Pflegeprodukte zurückzuführen und man kann dies den Haaren und der Kopfhaut auch wieder entwöhnen.

Zunächst begann ich aber in kleinen Schritten und wusch meine Haare nur noch mit Naturkosmetik-Shampoo und Spülung, was zunächst auch eine enorme Umstellung war, denn meine langen Haare fühlten sich im nassen Zustand deutlich strohiger und widerspenstiger an. Der Unterscheid zu konventionellen Pflegeprodukten war für mich im ersten Schritt schon enorm. Ich konnte mir eigentlich gar nicht vorstellen je auf Spülung verzichten zu können.

Ich wechselte dann nochmals die Marke und lies nach einiger Zeit dann aber auch die Spülung weg, einfach um es auszutesten. Ich musste mich wirklich erstmal sehr an diese Umstellung und das andere Gefühl der Haare im nassen Zustand gewöhnen, da jahrelange Prägung natürlich ihre Spuren hinterlässt. Aber sobald meine Haare getrocknet waren, überzeugte mich diese Umstellung komplett, denn was soll ich sagen, die fühlten sich gepflegter und voller an denn je. Ich war also auf dem richtigen Weg.

In einem nächsten Schritt wollte ich auf Haarseife umstellen, da ich sie aber nicht bestellen, sondern lieber vor Ort kaufen wollte, kaufte ich mir ein Stück festes Shampoo von Lush. Das ist in dem Sinn noch keine Seife, aber eben schon mal nicht mehr flüssig ohne Plastikverpackung drum herum und auch noch vor Ort gekauft. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass unser Unverpackt-Laden „Ruta Natur“ auch Haarseife verkauft und werde die nächste ganz sicher dort kaufen.

Körperseife und festes Haarshampoo.

Seither hat sich auch meine Waschroutine der Haare nochmals vollkommen geändert. Während ich mit den oben beschriebenen Maßnahmen immer noch alle zwei bis drei Tage meine Haare waschen musste, hat sich das nun deutlich geändert. Ich konnte seit ich das feste Haarshampoo benutze die Waschabstände immer mehr verlängern. Mittlerweile muss ich sie tatsächlich nur noch alle 5- 7 Tage waschen. Ich habe zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass meine Haare fettig aussehen oder unangenehm riechen. Außerdem ist das Stück sehr ergiebig und reicht uns zu zweit –mein Mann benutzt es auch- schon seit mehr als einem halben Jahr und es ist immer etwas übrig. In der selben Zeit hätte ich schon des Öfteren eine Flasche flüssiges Shampoo nachkaufen müssen. Ich habe das feste Shampoo übrigens auch während unseres Urlaubs am Meer genutzt und auch bei täglichem Kontakt mit Salzwasser keinen Unterschied bemerkt.

Abschließend möchte ich nochmal betonen, dass ich im Moment keine weiteren Produkte für meine Haare verwende und wirklich sehr zufrieden mit ihrem Zustand bin.

Festes Haarshampoo kann sehr gut auf einem Seifenigel gelagert werden.

Ich bin sehr zufrieden mit dieser Umstellung, denn ich kann wirklich nur positives berichten. Meine Haare fühlen sich voller an, fetten nur sehr langsam und kaum merklich nach und gleichzeitig spare ich noch Plastikmüll ein, denn ich verzichte auf flüssiges Shampoo aus der Plastikflasche.

Probiert es auf jeden Fall mal aus, am Anfang benötigt man etwas Geduld, aber letztendlich gewinnt man jede Menge Freiheiten dabei, denn man löst sich von der Abhängigkeit des häufigen Haarewaschen-Müssens und die Haare fühlen sich einfach so viel besser an.

Alles Liebe,

euer Eleonora

 

 

 

 

 

 

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