Meine Schwangerschaft: SSW21 – SSW30

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Die Übelkeit hat ein Ende

Nun ist meine Schwangerschaft mit dem Winterbaby leider schon wieder vorbei, aber ich möchte euch dennoch nachträglich auch von der zweiten Hälfte berichten.

Schon jetzt eine stolze große Schwester.

Nachdem es mir ab ca. der 18ten SSW immer besser ging, legte sich die Übelkeit zur Mitte der Schwangerschaft komplett. Darüber war ich wirklich sehr erleichtert, denn so langsam zehrte es wirklich an meinen Nerven und mein Mann und die Kinder mussten auch ordentlich zurückstecken. Ich war also wirklich glücklich, dass nun endlich der schöne Teil der Schwangerschaft beginnt und die die bevorstehende Zeit genießen kann.

Mila darf natürlich auf keinem Babybauchbild fehlen.

Seit Beginn der Schwangerschaft bereits 8kg abgenommen, dem Baby fehlte es aber zum Glück natürlich an nichts und es wuchs brav in meinem Bauch heran und machte sich mit jedem Tag immer deutlicher bemerkbar. Es ist immer wieder ein Wunder diese Bewegungen des Babys im Bauch zu spüren und verliert auch bei der dritten Schwangerschaft nicht an seinem Zauber.

 

Kurze Pause nach dem Anstieg auf den Eckbauer in Garmisch.

 

Wachsender Babybauch und glückliche Mila.

Außerdem habe ich ab dem ersten Screening in der 10ten SSW alle Vorsorgen bei meiner Hebamme, die auch die geplante Hausgeburt betreut, gemacht. Auch wenn ich dafür jedes Mal knapp 40 Minuten mit dem Auto fahren musste, da diese in ihrem ca. 40km entfernten Geburtshaus stattfanden, empfand ich es im Vergleich zu den Vorsorgeuntersuchungen bei einem Frauenarzt als so viel entspannter. Die Atmosphäre war einfach so viel persönlicher und sie nahm sich immer Zeit für ausführliche Gespräche. Wir lauschten gemeinsam den Herztönen den Babys, sprachen über die Angelegenheiten, die mich gerade beschäftigten und lernten uns immer besser kennen. Dieser vertrauensvolle Umgang war für mich eine wichtige Voraussetzung für die Geburt.

Ausflug in die Westlichen Wälder bei Deuring.

Negatives Erlebnis in diesem Schwangerschaftsviertel

Leider hatte ich zu Beginn der zweiten Hälfte auch einen unangenehmen Vorfall zu verzeichnen. Ich hatte eigentlich geplant das zweite Screening ebenfalls wahrzunehmen und vereinbarte dafür bei meinem Frauenarzt einen Termin. In meiner zweiten Schwangerschaft hatte ich eigentlich nur gute Erfahrungen mit ihm gemacht. Diesmal sollte sich das aber ändern. Ich fragte also an, ob es denn in Ordnung wäre nur für den Ultraschall zu kommen und die Vorsorge meine Hebamme, die ich kurz vorher wieder treffen sollte, macht. Ich hätte es auch alles in der Praxis machen lassen könne, aber diese wollten den Termin unbedingt in einer bestimmten Schwangerschaftswoche und dann hätte ich meine Hebamme fast 8 Wochen nicht mehr gesehen und das war mir zu lange. Zunächst wurde mir auch gesagt, dass das kein Problem sei und von meiner Seite war soweit alles in Ordnung.

Abkühlung bei sommerlicher Hitze im Pool meiner Eltern.

Einige Tage später rief mich die Praxis an und mir wurde gesagt, dass ich an dem Termin zusätzlich zum Ultraschall, aber auf jeden Fall ein Tokogramm (Wehenschreiber) machen lassen müsste, das wäre so üblich und der Frauenarzt möchte das so. Ich gab an es mir zu überlegen, aber erwähnte auch, dass ich es für unnötig halte und eigentlich lieber verzichten würde. Ich würde mich nach bisschen Bedenkzeit nochmal melden und Bescheid geben. Ich wollte mir erstmal noch den Rat meiner Hebamme einholen, da ich wirklich keinen Grund sah für das Tokogramm in dieser frühen Phase der Schwangerschaft und es zudem laut Mutterschaftsrichtlinien auch überhaupt nicht vorgesehen ist. Aber ich wollte auch nicht den bisher guten Draht zu meinem Arzt vermasseln und hätte es womöglich deshalb sogar machen lassen. Da ich allerdings schon nur wenige Tage später wieder die Praxis am Telefon hatte mit der Aussage, dass wenn ich mich „weigern“ würde das Tokogramm schreiben zu lassen, der Arzt dann auch keine Ultraschalluntersuchung durchführt, kam es doch anders.

Eines meiner Projekte – Handgefertigte Kleidung für das Winterbaby.
Endlich abgeschlossen – Mein Langzeitprojekt einer Regenbogendecke für mich.

Ich kann euch sagen, diese Aussage, saß! Ich beendete das Gespräch, dass ich es mir durchaus überlegt hätte, dies aber eher nach einer Drohung für mich klingt und für mich somit das Vertrauensverhältnis stark beschädigt ist und ich den Termin nicht wahrnehmen werde.

Ich finde es einfach nicht richtig, eine Schwangere so unter Druck zu setzten und Untersuchungen aufzudrängen, die man selbst nicht will- ja auch wenn es nur ein Tokogramm ist, das vermutlich überhaupt nichts gemacht hätte, aber ich wollte lieber meinem Körper vertrauen und wusste selbst, dass ich noch keine Wehen hatte.

Die Ruhe, die bisher in der Schwangerschaft dominierend war, wurde in diesen wenigen Tagen sehr gestört. Ich hatte grundsätzlich auch nicht das Bedürfnis, das Screening unbedingt wahrnehmen zu müssen und entschied mich letztlich komplett dagegen und wollte weiter meinem eignen Körpergefühl vertrauen und das sagte mir, dass alles in bester Ordnung ist und es dem Baby gut geht.

Vertrauen in den eigenen Körper

Anders als in den beiden anderen Schwangerschaften, in denen die ärztlichen Vorsorgen und auch Ultraschalluntersuchungen einen größeren Raum einnahmen -neben der Betreuung durch Hebammen- lernte ich dieses Mal noch mehr auf meinen Körper zu hören.

Verfolgte ich die Maße und Größe der Kinder bisher meist durch Schätzangaben des Arztes, fing ich dieses Mal früh an, den Stand der Gebärmutter selbst zu tasten und das Wachstum zu verfolgen. Als äußerst faszinierend empfand ich auch, immer mehr das Baby selbst ertasten zu können. Mit etwas Übung und viel Feingefühl lernte ich die Kindslage im Bauch sehr zuverlässig selbst zu ertasten. Meist lag es in Querlage oder wie meine Hebamme immer wieder sagte: „Es liegt ganz entspannt in einer Hängematte“.

Urlaub am Meer in Kroatien auf der Insel Krk

 

Wir waren außerdem noch ganz spontan mit meinen Eltern und meiner Schwester für eine Woche in Kroatien auf der Insel Krk und konnten das Meer und die Sonne genießen. Das war wirklich ganz wunderbar und es war unglaublich schön dort. Beide Kinder waren das erste Mal am Meer und die Faszination, aber auch der Respekt, war groß. Wir haben es uns auch dank meinen Eltern wirklich gut gehen lassen und sind erholt wieder zurückgekommen.

Die ersten Kastanien fallen von den Bäumen- der Herbst kündigt sich an.

 

Alles in allem war diese Phase der Schwangerschaft wirklich sehr entspannt und ich fühlte mich rundum wohl. Ich mochte meinen Körper mit dem wachsenden Babybauch, war fit und konnte auch viele Projekte, die ich mir vorgenommen hatte, vorantreiben. So konnte ich mir beispielsweide mein kleines Label „Werkspatz“ nach und nach weiter aufbauen und viele andere Vorhaben, wie einen Großteil der Kleidung des Winterbabys selbst zu nähen oder zu stricken, umsetzen.

 

Wie es dann ab der 30ten SSW Woche weiter ging, das folgt in Kürze.

 

Alles Liebe

Eure Eleonora

 

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